Burgkapelle Breitenstein
Die Kapelle auf dem exponierten Felsplateau ist der Rest einer Burg, erbaut um 1200 von den Breitensteinern, die als Reichsministerialen in den Diensten der Staufer standen. Bei dem aus mächtigen Dolomitquadern errichteten Bau handelt es sich ursprünglich um ein Tor mit Oberkapelle. Die Kapelle hatte dabei apotropäische (Unheil abwendende) Funktion und sollte bei einem Angriff die Zerstörung des Tores verhindern. Im Untergeschoss befindet sich die einstige, quer zur Raumachse laufende Torpassage. Sie ist in einer Tonne gewölbt und damit feuerfest. Von ihr führte eine Brücke hinüber zur hundert Jahre älteren Burg auf dem Altbreitenstein. Das romanische Portal der Oberkapelle besitzt ein Tympanon, das ursprünglich bemalt war. Wie am unterschiedlichen Mauerwerk ersichtlich, war die Apsis der Kapelle einst niedriger.
1756 baute der Königsteiner Pfarrer Wolfgang Adam Berschmid die baufällige Burgkapelle in der heutigen Form um
⏖ Breitenstein 92281 Königstein