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Kleinheubach
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- Monumento
Altes Rathaus
An der Stelle eines Vorgängerbaus wurde dieses Rathaus 1728 erbaut, das gemauerte Erdgeschoss trägt einen Fachwerkstock. Es ragt mit der Traufseite in die Marktstraße und bietet mit zwei Toren eine Durchfahrt. Die Schlusssteine der Torbögen zeigen die früheste Darstellung des Kleinheubacher Wappens, einen steigenden Löwen auf einem Felsen, sinnbildlich für Löwenstein.
⏖ Am Alten Rathaus 63924 Kleinheubach
- Monumento
DenkOrt Deportationen 1941-1944
Hinter dem Alten Rathaus, im Ortsmittelpunkt, hat die Gemeinde einen würdigen DenkOrt für die aus Kleinheubach deportierten jüdischen Bürger gestaltet. Hier findet sich aus die aus Sandstein gefertigte Deckenrolle, die an das Schicksal der Deportierten erinnern soll; die zweite Deckenrolle bildet einen Teil des für die Deportierten Unterfrankens errichteten Denkmals im Ringpark in Würzburg. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Kleinheubach und ihrer Einrichtungen wird auf Informationstafeln und einem Ortsplan erläutert. Hier ist auch der Platz für die Stolpersteine.
⏖ 63924 Kleinheubach
- Monumento
Der Altort, ein Straßen-Viereck
Der Altort Kleinheubach wird von einem Straßen-Viereck gebildet, das auf den ersten Blick wie eine einheitlich geplante Anlage erscheint, deren vier Straßen aber in verschiedenen Jahrhunderten entstanden. Die leicht gebogene Marktstraße bildet den ursprünglichen Teil. Sie ist Teil der uralten Reichsstraßen, die von Frankfurt mainaufwärts am Miltenberger Mainknie Richtung Nürnberg oder Augsburg führten. In der Mitte befindet sich die Kirchenburg mit der evangelischen Kirche, daneben die Fahrgasse zum Main. Kleinheubach hatte zwar mehrere Ortsherren, aber gehörte nie zum Erzstift Mainz; die Reformation wurde hier 1556 unter den Grafen von Rieneck eingeführt und im Ort beibehalten. Um 1600 wurde rechtwinklig zur Marktstraße eine neue Straße angelegt, als Graf Georg III. von Erbach sein Renaissance-Schloss „Georgenburg“ baute. Damals „Burgplatz“ genannt, bot sie Platz für neue Gutshöfe, von deren Einfahrten noch wenige Torbögen erhalten sind. Später entstand auf der gegenüberliegenden
⏖ Fahrgasse 1 63924 Kleinheubach
- Monumento
Evangelische Pfarrkirche St. Martin
Der Platz um diese Kirche war der Ursprung Kleinheubachs, denn nahe am Main lag auf dem hochwasserfreien Kegel die Kirchenburg. Der Mauerring ist nur auf der Mainseite noch eindrucksvoll erhalten, im Kirchhof gibt es einige Gaden (kleine Lagerräume). Ein kleinerer Vorgängerbau, von dem der Turm erhalten ist, wurde 1455 erbaut; dazu die lateinische Bauinschrift mit Übersetzung. Aus jener Zeit stammen die bemerkenswerten gotischen Wandbilder im Eingangsbereich: St. Martin mit dem Bettler, St. Wendelin als Hirte, jeweils mit einer Kirchendarstellung, die Symbole und Namen der vier Evangelisten und das Schweißtuch der Veronika, innen der Erzengel Michael als Seelenwäger. Die Herkules-Spolie war Teil der Basis einer römischen Jupiter-Giganten-Säule, denn das Kastell „Altstadt“ lag nicht weit entfernt. Das Kirchenschiff und die beiden Rundtürme wurden 1707-1710 erbaut. Im Chor der Altar mit dem Gemälde Christi Geburt, darüber die Brüstung mit der Orgel, daneben die Kanzel in unverändertem Z
⏖ Marktstraße 32 63924 Kleinheubach
- Monumento
Fahrgasse
In der Fahrgasse wohnten die Fährleute, am Main lag die Fähre, die nach Großheubach übersetzte; von dort aus querte der Eselsweg den Spessart bis nach (Bad) Orb. Das Fährrecht lag auf Kleinheubacher Seite, war schon vor 1500 an Kleinheubacher Familien vergeben. Im Jahr 1974 wurde der Fährbetrieb eingestellt, denn eine neue Straßenbrücke entstand zwischen Klein- und Großheubach; doch auch danach verband der letzte aktive Fährmann die beiden Orte zeitweise mit einer Personenfähre. Diese gepflegte Gasse zeigt klassizistische Türrahmen mit Jahreszahlen um 1800 und ältere Fachwerkhäuser; sie endet am Fahrtor, an dem eindrucksvolle Markierungen mit Jahreszahlen von Hochwasser-Katastrophen des sonst so behäbigen Mains zeugen. Am Mainufer führen Fußwege entlang, von denen aus das Kloster Engelberg besonders gut zu sehen ist.
⏖ Fahrgasse 63924 Kleinheubach
- Monumento
Heimatmuseum Kleinheubach
Der Heimat- und Geschichtsverein zeigt im Kleinheubacher Heimatmuseum hauptsächlich handwerkliche Objekte und Gegenstände aus den (ehemals) ortsansässigen Herd-, Keramik- und Pianofabriken. Dargestellt wird darüber hinaus die geschichtliche Entwicklung Kleinheubachs.
⏖ Bahnhofstraße 1 63924 Kleinheubach
- Monumento
Kath. Pfarrkirche „Heiligste Dreifaltigkeit“
Die Schlosskapelle diente der fürstlichen Familie und deren meist katholischen Bediensteten als Kirchenraum. Durch Flüchtlinge und Heimatvertriebene stieg nach 1945 die Zahl der Katholiken, weshalb die katholische Pfarrkirche „Heiligste Dreifaltigkeit“ gebaut und 1954 geweiht wurde. Es ist ein für die Nachkriegszeit typischer Sakralbau des Würzburger Diözesan- und Dombaumeisters Hans Schädel (1910–1996). Das ursprüngliche zeitgemäße Altarbild von Karl Clobes (1912–1996), die Dreifaltigkeit symbolisierend, wurde durch eine Kreuzigungsgruppe des Würzburger Bildhauers Hans Heffner (1888–1969) ersetzt.
⏖ 63924 Kleinheubach
- Monumento
Ostmauer und "Hecke"
Der älteste Ortsteil entlang der Marktstraße war von einer hohen Mauer umgeben, die noch über weite Strecken an den Längsseiten und am Rüdenauer Bach erhalten ist; die beiden Tore am oberen und unteren Ende wurden abgebrochen. In die grüne Innenfläche des Straßen-Vierecks, in die „Hecke“, kann man auf mehreren Fußwegen gelangen, z.B. vom Alten Rathaus aus. Hier ist die Ortsmauer noch auf ganzer Länge erhalten; ihr vorgelagert war ursprünglich eine breite Hecke, ein Buschstreifen mit verwachsenem dornigem Gestrüpp als Annäherungs-Hindernis und Verhau. Später entstanden hier die Kleingärten, die bis heute genutzt werden.
⏖ 63924 Kleinheubach